Deutschland, Frankreich und Italien kooperieren bei der Digitalisierung der Produktion

In Deutschland, Frankreich und Italien gibt es bereits seit einigen Jahren organisierte Initiativen für mehr Digitalisierung in der Produktion. Jetzt haben sich die drei Länder auf eine offizielle Kooperation im Kontext von Digitalisierung und Industrie 4.0 geeinigt. Damit sollen die Digitalisierungsprozesse in den jeweiligen Fertigungsbereichen gefördert, ausgebaut und unterstützt werden. Die neue Kooperation hat aber auch eine politische Dimension. Die deutsche Plattform Industrie 4.0, die französische Alliance Industrie du Futur sowie die italienische Piano Industrie 4.0 wollen mit einem gemeinsamen Aktionsplan auch europäische Bemühungen unterstützen und für ein positives politisches Klima sorgen. 

Bereits im März hatte sich die Kooperation der drei Initiativen im Rahmen einer Konferenz in Berlin angedeutet. Im Nachgang wurde ein gemeinsamer Aktionsplan entwickelt, aus welchem nun die offizielle Kooperation erwuchs. In Turin wurde der Plan zur Kooperation am 20. Juni nun in einer ersten Vorstandssitzung offiziell verabschiedet. Ziel ist es jetzt, an Themen von gemeinsamem Interesse zu arbeiten: Standardisierung, die Integration von KMUs sowie Testbeds und nicht zuletzt die gemeinsame politische Arbeit auf europäischer Ebene. Bereits im Frühjahr 2018 sollen erste Ergebnisse vorgestellt werden.

Kernthemen der Kooperation

  1. Standardisierung und Referenzarchitekturmodelle. Gemeinsame Standards sind wesentlich für eine digitalisierte Industrie. Deshalb wird die erste Arbeitsgruppe relevante Standards identifizieren, Standardisierungsbemühungen koordinieren, an der Harmonisierung einer Verwaltungsschale arbeiten und Wege finden, um KMUs im Bereich der Standardisierung zu integrieren. Die Gruppe wird dabei von den Errungenschaften der Französisch-Deutschen Arbeitsgruppe profitieren.
  2. KMU Einbindung und Testbeds. Um Digitalisierung für KMUs zugänglicher zu machen, wird die zweite Arbeitsgruppe Anwendungsbeispiele aus allen drei Ländern sammeln und verknüpfen, Industrie 4.0-Szenarios verbreiten und vervollständigen, sowie ein internationales Netzwerk von Testinfrastrukturen fördern.
  3. Politische Unterstützung. Industrie braucht günstige Rahmenbedingungen, um effizient von der Digitalisierung profitieren zu können. Die Arbeitsgruppe wird sich deshalb über Best Practices aus politischen Regelungen und Programmen verschiedenster Bereiche und Ebenen austauschen und gemeinsame Positionen der drei Länder auf europäischer Ebene sowie internationale Foren koordinieren.

 

Bernd Leukert, Mitglied des Vorstands der SAP SE und Sprecher des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 zeigt sich zuversichtlich: „Sich in dieser trilateralen Kooperation zusammenzutun, war der nächste logische Schritt, um an der Spitze von Industrie 4.0 zu bleiben. Gemeinsam werden wir uns auf wichtige Themen wie Standardisierung, KMUs und politische Unterstützung konzentrieren. Die Ergebnisse werden mit der Europäischen Kommission und anderen EU-Mitgliedern geteilt.“

 

 

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemeldung der Plattform Industrie 4.0: https://www.plattform-i40.de/I40/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/2017-06-20-shared-actionplan.html

 

 

 

 

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