Ein Jahr ExtremeCloud: Erfahrungen, Neuerungen, Perspektiven

Vor gut einem Jahr hat Extreme Networks seine Cloud-basierte Netzwerkmanagement-Lösung ExtremeCloud gestartet. Wie hat sich das Angebot seitdem entwickelt? Und welche Zukunftspläne hat Extreme Networks für die Lösung? Darüber sprachen wir mit Olaf Hagemann, SE Director DACH bei Extreme Networks.

Olaf Hagemann, SE Director DACH bei Extreme Networks

 

Herr Hagemann, mit der ExtremeCloud bietet Extreme Networks seit dem vergangenen Jahr neue Optionen für das Netzwerkmanagement. Wie wird die Lösung von den Kunden von Extreme Networks angenommen?

Hagemann: Aktuelle Studien wie unsere weltweite Cloud-Adoption-Umfrage zeigen ein großes Interesse an Subscription-basierten Services. Viele Unternehmen wollen Investitionskosten für eine eigene Management-Infrastruktur sparen und den laufenden Betriebsaufwand – beispielsweise für Software-Updates – minimieren. Allerdings stellen natürlich nicht alle Kunden von heute auf morgen auf eine Cloud-Lösung um.

Welche konkreten Erfahrungen haben Sie bisher in Projekten sammeln können?

Hagemann: Wir haben in den letzten Monaten einige sehr interessante Projekte begleitet. So stammt beispielsweise der weltweit größte Anwender der ExtremeCloud aus der DACH-Region. Das Unternehmen plante zunächst, 400 neue Access Points mit einer Controller-basierten Lösung zu implementieren. Aus Zeitgründen entschied man sich dann jedoch, den Rollout zunächst mit der ExtremeCloud zu starten.

An diesem Beispiel wird deutlich, wo die großen Vorteile unseres Cloud-Angebots liegen. Zum einen beschleunigt das Zero-Touch-Provisioning die Implementierung erheblich. Sobald sich die Access Points mit dem Cloud-Service verbinden, können ihnen automatisch die passenden Einstellungen zugewiesen werden – eine lokale Konfiguration ist nicht erforderlich. Zum anderen können unsere Kunden jederzeit zwischen der ExtremeCloud und einem On-Premise-Management wechseln. Im Gegensatz zu anderen Herstellern unterstützt unsere Hardware beide Management-Varianten. Die Investitionen unserer Kunden sind also geschützt.

Wie sieht ein typisches Einstiegsszenario aus?

Hagemann: Der typische Einstieg ist aktuell die Einführung oder Aktualisierung einer WLAN-Infrastruktur – häufig verteilt auf mehrere Standorte. Mit der ExtremeCloud werden keine WLAN-Controller vor Ort mehr benötigt. Die komplette Funktionalität der Steuerungs- und Verwaltungsebene wird stattdessen in der Cloud abgebildet. So kann der Kunde seine Access Points in unterschiedlichen Niederlassungen und Regionen zentral managen und automatisch aktuell halten. Beschränkungen bezüglich der Anzahl der Access Points pro Controller gibt es nicht mehr – mit der ExtremeCloud kann die Umgebung unbegrenzt erweitert werden. Neben den Access Points statten wir mittlerweile aber auch immer mehr Switches mit Cloud-Konnektoren aus. Die Modelle 440-G2 und 620 sowie künftig auch die Switches der 200er Reihe lassen sich zentral über die ExtremeCloud verwalten.

Wo sehen Sie die besonderen Herausforderungen und Chancen bei der Positionierung der ExtremeCloud?

Hagemann: Mit der ExtremeCloud adressieren wir teilweise ganz neue Zielgruppen, zu denen wir bisher noch kaum Kontakt hatten – wie Arztpraxen, Kindergärten, Steuerberatungsbüros oder Anwaltskanzleien. Viele dieser Kunden sind auf der Suche nach einer einfach zu bedienenden, leistungsfähigen WLAN-Lösung. Um diese Zielgruppen bedienen zu können, sind wir auf die Unterstützung unserer Partner angewiesen.

Die ExtremeCloud ist daher mittlerweile mandantenfähig, damit unsere Partner zu Managed Service Providern für die ExtremeCloud werden können. Anfangs musste noch jeder Cloud-Anwender einen direkten Service-Vertrag mit Extreme Networks abschließen. Jetzt können Partner wie VINTIN ihren Kunden die ExtremeCloud mit eigenen Service-Verträgen anbieten. So sind wir in der Lage, die Lösung deutlich schneller in den Markt zu bringen.

Bei Cloud Services stellen viele Interessenten auch Fragen zu Sicherheit und Datenschutz – wie gehen Sie damit um?

Hagemann: IT-Security und der Schutz von Kundendaten sind feste Bestandteile der gesamten Lösungsarchitektur und der betreuten Geräte. Die Cloud-Instanz, über die die Switches und Access Points ihre Konfiguration beziehen, läuft in einer sicheren Rechenzentrums-Infrastruktur in Frankfurt am Main. Die Kommunikation mit der ExtremeCloud erfolgt ausschließlich über geschützte Verbindungen, der eigentliche Daten-Traffic des Kunden und die Geräte selbst verbleiben vor Ort. Auch die Benutzerauthentifizierung erfolgt momentan noch ausschließlich über lokale Authentifizierungsinstanzen des Kunden. Aus unserer Sicht ein ganz wichtiger Aspekt: Die automatischen Updates und die konsistente Administration reduzieren mögliche Konfigurationsfehler und Ausnahmen, die sich als Sicherheitslücken herausstellen können. Damit trägt die ExtremeCloud dazu bei, dass viele Kunden sogar ein höheres Sicherheitsniveau beim Netzwerkmanagement erreichen.

Welche neuen Features sind seit dem Start der ExtremeCloud hinzugekommen?

Hagemann: Wir haben den Funktionsumfang der ExtremeCloud seit dem vergangenen Jahr laufend erweitert. Unter anderem haben WLAN-Betreiber jetzt die Möglichkeit, die Startseite für ihr Gast-Portal individuell anzupassen. Zudem haben wir die Performance und die Reaktionszeiten der Lösung weiter verbessert. Konfigurationsänderungen werden jetzt nach maximal einer Minute auf den Switch oder Access Point übertragen. Auch das Arbeiten mit dem User Interface ist deutlich schneller geworden.

An welchen neuen Entwicklungen rund um die ExtremeCloud arbeiten Sie im Moment?

Hagemann: Durch die Akquisition des Wireless-Business von Zebra im vergangenen Herbst haben wir eine weitere Cloud-Management-Plattform hinzubekommen. Dieser Cloud Service wurde ursprünglich für die Administration der WiNG Access Points von Zebra entwickelt. Im Laufe des Jahres werden wir nun diese Plattform mit der ExtremeCloud zusammenführen.

Dabei werden wir auch einige interessante Features der Zebra-Lösung unseren Kunden zugänglich machen. Unter anderem bietet die Management-Oberfläche der Lösung eine sehr anschauliche grafische Darstellung der gesamten Netzwerk-Infrastruktur. Zudem haben Zebra-Kunden die Wahl, mit einem lokalen Authentifizierungsserver zu arbeiten oder einen Authentifizierungsservice aus der Cloud zu nutzen. Auch diese Möglichkeit möchten wir unseren Kunden künftig anbieten. Wenn die Integration der beiden Plattformen abgeschlossen ist, können auch alle WiNG Access Points über die ExtremeCloud verwaltet werden.

 

Möchten Sie mehr über die ExtremeCloud erfahren? Dann sehen Sie sich jetzt noch die Aufzeichnung unseres Webinars an:

 

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