IT-Security-Trends 2017: Sechs Prognosen von Fortinet

Bildquelle: Fortinet

Auf welche aktuellen Entwicklungen und Bedrohungen im Bereich IT-Sicherheit müssen sich Unternehmen im neuen Jahr einstellen? Fortinet wirft einen Blick auf die IT-Security-Trends 2017. Dabei wird deutlich: Durch die Digitalisierung und Entwicklungen wie das Internet of Things (IoT) wird die Angriffsfläche für Cyber-Attacken immer größer.

Insgesamt sechs Themen werden nach Ansicht von Fortinet in den nächsten Monaten massiv an Bedeutung gewinnen:

  1. Cyber-Bedrohungen werden immer intelligenter

    Die nächste Malware-Generation ist in der Lage, autonom zu agieren und selbständig komplexe Entscheidungen zu treffen. Die hochentwickelten Schadprogramme gehen dabei ähnlich vor wie menschliche Angreifer: Sie sammeln Informationen über die IT-Umgebung, in der sie sich befinden, und passen ihr Angriffsverhalten entsprechend an. Um sich vor diesen intelligenten Bedrohungen zu schützen, benötigen Unternehmen hochgradig integrierte Sicherheitsarchitekturen wie ein Advanced Threat Protection Framework. Die einzelnen Security-Bausteine müssen dabei auch über Plattformgrenzen zusammenarbeiten, automatisch Informationen austauschen und Abwehrmaßnahmen koordinieren.

  2. IoT-Angriffe nehmen zu – Hersteller sind in der Pflicht

    Experten rechnen damit, dass im Jahr 2020 bereits 20 Milliarden Geräte mit dem „Internet of Things“ verbunden sein werden. Die Anzahl der PCs wird dann bei etwa einer Milliarde liegen. Daher liegt es nahe, dass sich Angriffe künftig immer stärker auf die verbreiteten IoT-Geräte konzentrieren werden. Die IoT-Hersteller machen Angreifern das Leben zudem sehr leicht: Viele Geräte sind unzureichend vor Attacken geschützt – und häufig lässt sich die Firmware überhaupt nicht mit Security-Updates oder zusätzlichen Sicherheitsfunktionen aufrüsten. Hersteller müssen sich daher sehr schnell darüber Gedanken machen, wie sie den wachsenden Bedrohungen begegnen wollen – sonst drohen massive Schadensersatzforderungen von Unternehmen und Privatanwendern.
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  3. IoT-Geräte sind die größte Schwachstelle für die Cloud

    Cloud-Provider haben in den letzten Jahren massiv in die Sicherheit ihrer Infrastrukturen investiert. Zur größten Schwachstelle von Cloud-Architekturen könnten allerdings die relativ einfach angreifbaren IoT-Geräte werden, die permanent Daten über Cloud Services austauschen. „Cloud Poisoning“ über infizierte Endpunkte würde das Vertrauen von Unternehmen in Cloud Services nachhaltig erschüttern – daher sind auch hier ganzheitliche Abwehrstrategien und definierte Mindeststandards für die Sicherheit von IoT-Produkten gefragt.

  4. Smart Cities werden zum Angriffsziel von Cyberkriminellen

    Von Verkehrsleitsystemen und nachhaltiger Energieversorgung bis hin zu Videoüberwachung und Alarmanlagen: Städte und Kommunen setzen immer stärker auf die Automatisierung und Vernetzung der öffentlichen Infrastruktur. Die Experten von Fortinet rechnen damit, dass die sogenannten „Smart Cities“ im kommenden Jahr auch in das Visier von Cyberkriminellen rücken. Wenn Hacker sich Zugang zu Gebäudemanagementsoftware oder anderen Steuerungssystemen verschaffen, können sie damit erheblichen Schaden anrichten und die öffentliche Ordnung massiv stören. Neue urbane Entwicklungskonzepte setzen daher immer auch umfassende Risikoanalysen und Sicherheitsbetrachtungen voraus.

  5. Ransomware bleibt auch 2017 eine Gefahr

    Erpressungstrojaner wie Locky & Co. bestimmten 2016 die Schlagzeilen. Auch im neuen Jahr wird die Bedrohung durch Ransomware weiterhin präsent sein. Nach Ansicht von Fortinet sind dabei drei Entwicklungen zu beobachten. Zum einen werden die Opfer von Ransomware-Attacken noch gezielter ausgewählt. Mit Angriffen auf die Daten von Prominenten, Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens versuchen Cyberkriminelle höhere Erpressungssummen zu erbeuten. Zum anderen erfolgen Attacken zunehmend automatisiert und richten sich auch gegen IoT-Lösungen wie Smart-Home-Infrastrukturen. Und schließlich gehören auch im neuen Jahr die Gesundheitseinrichtungen zur wichtigsten Zielgruppe für Ransomware. Kliniken und Krankenhäuser benötigen daher Sicherheitstechnologien wie Sandboxing-Lösungen, um sensible Patientendaten zu schützen.
    Lesen Sie, wie das Klinikum Fulda den Gefahren durch Ransomware begegnet.

  6. Unternehmen müssen Wissenslücken beim Security-Know-how schließen

    Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen zwingt Unternehmen dazu, sich immer umfassender mit dem Thema IT-Sicherheit zu befassen – allerdings ist das Wissen über aktuelle Bedrohungen und Security-Technologien in vielen Organisationen nicht auf dem neuesten Stand. IT-Organisationen müssen daher entweder in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren oder mit externen Security-Spezialisten kooperieren. Die Bedeutung von Managed Security Services wird im neuen Jahr ebenfalls weiter zunehmen. Gefordert sind darüber hinaus auch die Hersteller von Security-Lösungen: Sie müssen bei der Weiterentwicklung ihrer Produkte noch mehr Wert auf einfache Bedienbarkeit, effizientes Management und durchgängige Visibilität legen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie weiterführende Informationen zu den IT-Security-Trends 2017 wünschen. Allen Security-Spezialisten empfehlen wir außerdem unsere kommenden Fortinet-Trainings: Hier können Sie Ihr technisches Wissen über die neuesten Fortinet-Lösungen vertiefen.

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