Sollte Apple IBM kaufen?

George Colony, CEO des unabhängigen Analysten- und Beratungshauses Forrester aus den USA spricht sich in seinem Blog klar dafür aus. Seine Argumente sind durchaus nachvollziehbar.

 

Weshalb sollte Apple sich also mit dem Kauf von IBM beschäftigen? George Colony zielt in seiner Argumentation vor allem auf die AI (Artificial Intelligence) Software Watson von IBM ab. Denn im Wettbewerb künstlicher Intelligenz sei Apples Siri bereits weit hinter Amazons Alexa und Googles „Google Home“ zurückgefallen. Sogar Microsofts Cortana sei Siri mittlerweile überlegen. Zudem steht Apple in einem immer härteren Wettbewerb mit den genannten Unternehmen. Diese versuchen durch Werbemonopole und Hardware-Schranken immer mehr Nutzer in Ihr eigenes Ökosystem, also weg von Apple, zu ziehen.

 

Künstliche Intelligenz für neue Wettbewerbsvorteile

Die Sprachverarbeitung mit künstlicher Intelligenz ist für Colony ein entscheidender Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der großen Tech-Companies. Denn je mehr die Computer verstünden, desto besser sei das Kundenerlebnis und damit implizit auch die Stellung am Markt. Ganz ohne Zweifel: Watson, immerhin eine der weltweit führenden Plattformen für Machine-Learning, würde Apple dabei gut zu Gesicht stehen. Obwohl IBM seine Watson Plattform bisher ausschließlich für Business Anwendungen positioniert hat, könnte Watson leicht auch ein „zweites Gehirn“ in jedem iPhone werden und vor allem das Nutzerverhalten recht präzise vorhersagen. Das Potenzial für Werbung und nachgelagerte Services wäre schlicht enorm.

 

Klar wäre die Übernahme von IBM für Apple eine große Herausforderung. Doch tatsächlich sitzt Apple aktuell auf knapp 270 Milliarden (!) Dollar in Cash! Die jüngst vorgestellten guten Quartalszahlen sollten hier einmal mehr für eine Erhöhung der Reserven sorgen. IBM hingegen, so schätzt Colony, wäre wohl für 200-250 Milliarden Dollar zu haben. Apple könnte also einen Scheck aus der berühmten „Portokasse“ ausstellen.

 

Dennoch sieht auch Colony die Chancen für einen solchen Schritt als nahezu nicht vorhanden an. Denn sehr viele Aspekte aus IBMs Portfolio müsste Apple wieder abstoßen, da sie nicht annähernd in die Strategie des Konzerns passen. Zudem scheint sich Apple aktuell weit stärker auf den Bau eines eigenen Autos zu konzentrieren.

 

Hat Apple die bessere Strategie?

Hat aber womöglich Apple mit seiner scheinbaren Abkehr von AI-Spracherkennung die bessere Strategie gewählt? In Kürze lesen Sie hier, weshalb der Hype um Spracherkennung im Privatumfeld womöglich ein Irrweg ist.

 

 

 

 

 

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