Unified Cloud und Hyperkonvergenz im Fokus: Unser Fazit der VMworld Europe 2015

Mehr als 10.000 Besucher machten sich Mitte Oktober auf den Weg nach Barcelona zur VMworld Europe 2015. VINTIN durfte auf der größten europäischen VMware-Veranstaltung aller Zeiten natürlich nicht fehlen. Gemeinsam mit meinem Kollegen Dominik Conrad habe ich mich in Barcelona vier Tage lang über die neuesten Entwicklungen informiert – und wir haben einige spannende Neuigkeiten für unsere Kunden mitgebracht.

 

VMworld Europe 2015

 

Die VMworld stand in diesem Jahr unter dem Motto „Ready for Any“. Mit diesem Leitsatz nahm man direkten Bezug auf das IT-Konzept „One Cloud, Any Application, Any Device“, das für die zukünftige Strategie von VMware eine Schlüsselrolle spielt.

 

VMware will Kunden dabei helfen, Private, Public und Managed Cloud-Umgebungen zu einer „Unified Hybrid Cloud“ zusammenzuführen. Dafür stellt das Unternehmen übergreifende Management-Werkzeuge zur Verfügung und bietet immer mehr Features auch als Cloud-Services an. Gleichzeitig gewinnt auch das Thema End-User Computing für VMware eine immer höhere Bedeutung. Aktuell investiert man viel Geld in die Weiterentwicklung der Horizon-Plattform, um im Bereich Desktop-Virtualisierung möglichst schnell mit Citrix auf Augenhöhe zu sein.

 

Ein wichtiges Gesprächsthema in Barcelona war natürlich die Übernahme der VMware-Mutter EMC durch Dell. In einem eingespielten Video während der Keynote unterstrich Dell-Gründer Michael Dell, dass VMware auch in Zukunft ein technologisch eigenständiges Unternehmen bleibe und weiterhin für kontinuierliche Innovation stehe. Unser Eindruck war ebenfalls, dass im Moment alle Zeichen auf „business as usual“ stehen. Die Zeit wird dann zeigen, wie die langfristige Entwicklung weitergehen wird.

 

VMworld Europe 2015

 

Für uns besonders interessant waren vor allem die Innovationen im Bereich Hyperkonvergenz. VMware stellte auf der Veranstaltung Virtual SAN 6.1 vor, seine weiterentwickelte Shared Storage-Lösung für hyperkonvergente Infrastrukturen.

 

Virtual SAN 6.1 unterstützt unter anderem mehr Hochverfügbarkeitsszenarien sowie erweiterte Managementfunktionen durch die Integration in vRealize Operations.

 

Zu den wichtigsten Neuerungen der aktuellen Version gehören unter anderem:

  • Stretched Cluster: Ab sofort lassen sich mit Virtual SAN Daten synchron zwischen zwei unterschiedlichen Rechenzentrumsstandorten replizieren. Damit wird ein neues Niveau bei der Verfügbarkeit erreicht, da selbst beim Ausfall eines kompletten Standorts nahezu keine Ausfallzeiten entstehen.
  • Managementpaket für vRealize Operations: Die Integration von Virtual SAN in vRealize Operations vereinfacht die Überwachung und Fehlerhebung und sorgt für eine umfassende Transparenz der Virtual SAN-Cluster.
  • Health Check Plug-In: Mit einem kostenlosen Systemdiagnose-Plug-In für vCenter können Administratoren unter anderem Hardware-, Firmware- und Treiberkompatibilitätsprüfungen durchführen, den Netzwerkzustand überprüfen sowie sicherstellen, dass erweiterte Konfigurationsoptionen im gesamten Cluster konsistent sind.
  • Neue Hardware-Optionen: VMware unterstützt jetzt zudem eine Reihe zusätzlicher Hardwarekonfigurationen. So können beispielsweise kleine hochverfügbare 2-Knoten-Cluster als kostengünstige hyperkonvergente Lösung eingerichtet werden. Dieses Konzept eignet sich besonders für Remote-Standorte mit begrenztem Storage-Know-how. Virtual SAN bietet jetzt außerdem Support für Diablo Ultra DIMM-basierte SSDs und Intel NVMe-SSDs.

 

Wenn Sie Ihre Storage-Umgebung auf die Einsatzmöglichkeiten von Virtual SAN überprüfen möchten, empfehlen wir Ihnen das neue vSAN Assessment Tool von VMware. Damit lassen sich vorhandene Infrastrukturen analysieren und Lösungsansätze auf Basis von Virtual SAN aufzeigen. So sehen Sie in kürzester Zeit, welche virtuellen Maschinen geeignete Kandidaten für Virtual SAN wären, welche Hardware dafür empfohlen wird, und wie viel Storage-Kosten Sie damit einsparen können.

 

VMworld Europe 2015

 

VINTIN unterstützt Sie gerne beim vSAN Assessment und berät Sie auch umfassend zu der Frage, ob eine hyperkonvergente Infrastruktur auf Basis von VMware- oder Nutanix-Technologie für Sie sinnvoll wäre.

 

Wenn Sie selbst aktiv an der Weiterentwicklung von Virtual SAN mitwirken möchten, können Sie sich jetzt zudem für das Beta-Programm von VMware registrieren.

 

Während Virtual SAN für einige unserer Kunden schon heute sehr interessant ist, sehen wir für die Netzwerkvirtualisierungsplattform VMware NSX im Moment nur ein geringes Potenzial. Die Plattform wir derzeit noch gemeinsam mit großen Partnern wie Google weiterentwickelt und dürfte dadurch Schritt für Schritt Marktreife gewinnen. Aus unserer Sicht ist VMware NSX frühestens in etwa zwei bis drei Jahren stabil genug für den Produktiveinsatz bei unseren Kunden.

 

Das Engagement von VMware in diesem Bereich macht aber deutlich, dass das Unternehmen alle relevanten Produktsparten abdecken will, um seinen Kunden einen kompletten Lösungsweg zum Software-Defined Data Center anzubieten. Gleichzeitig verfolgt man mit den Lösungen für End-User Computing und Business Mobility das Ziel, dass Anwender mit jedem Endgerät und von überall auf die zentral gemanagten Ressourcen zugreifen können. Wir sind sehr gespannt, wie die Reise von VMware in den nächsten Jahren weitergehen wird. VINTIN ist auf jeden Fall „ready for any“ ;)!

 

VMworld Europe 2015

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