„Vorsicht Hacker“: YouGov untersucht das Risikobewusstsein der Deutschen

Drei Viertel der Deutschen gehen von hohem bis sehr hohem Risiko für Unternehmen aus

 

Immer wieder werden Unternehmen Opfer von Hacker-Angriffen. Das ist fatal für die betroffene Firma, aber auch für die Öffentlichkeit. Die ist enorm verunsichert und die Bürger fragen sich: Wie rüstet sich die Firma, bei der ich Kunde bin, gegen Attacken wie „Wannacry“ oder „Petya“? Was muss ich im Falle eines Falles machen, um meine Adresse, mein Passwort, meine Bankdaten zu schützen? Doch mit ihren Ängsten und Sorgen fühlen sich die Deutschen häufig alleingelassen, wie die aktuelle Studie „Vorsicht, Hacker“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov belegt.

Nur jeder Fünfte fühlt sich über die Folgen von Cyber-Attacken auf Unternehmen und deren Auswirkungen auf Kunden grundsätzlich gut informiert. Viele haben außerdem den Eindruck, dass es immer neue Attacken, aber keine sinnvollen Gegenmaßnahmen gibt. „Genau an dieser Stelle können geschickt kommunizierende Unternehmen ansetzen, Kompetenz demonstrieren und Vertrauen schaffen“, sagt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. Mit direkter Kommunikation sorgen sie dafür, dass Kunden weiter Kunden bleiben und nicht zur Konkurrenz wechseln.

Am häufigsten (49 Prozent) wünschen sich die Deutschen von Unternehmen Tipps zum zusätzlichen Selbstschutz, gefolgt von Updates über Sicherheitsmaßnahmen (43 Prozent) und Informationen über entstandene Schäden im Ernstfall (42 Prozent).

Die Deutschen haben dabei mehr Angst vor Datendiebstahl (80 Prozent) als vor finanziellen Schäden (55 Prozent). Zwar hat der Studie zufolge nur jeder Vierte mitbekommen, wie ein Unternehmen, bei dem er oder sie selbst Kunde ist, Opfer von Cyber-Kriminalität geworden ist. Allerdings sind genau diese Kunden dann besonders verunsichert: So gaben 55 Prozent von ihnen an, dass sich das Vertrauen in Unternehmen bei häufigen Attacken verringert. 38 Prozent könnten sich eher vorstellen, infolge von Cyber-Attacken die Marke oder das Produkt zu wechseln. „Gehen Sie dieses Thema in der Kommunikation daher proaktiv an und seien Sie für den Ernstfall vorbereitet“, rät Braun den Unternehmen.

Aus dem Report geht zudem hervor, dass die Deutschen zwar auch medial über Cyber-Risiken informiert werden wollen – aber in erster Linie direkt von den Branchen, Unternehmen und Einrichtungen klare Ansagen erwarten. 45 Prozent erklärten, dass sie künftig mehr Informationen von der Regierung und Regierungsorganisationen erwarten. Ebenfalls mehr Auskunft geben sollen Internet- und Telekommunikationsanbieter (44 Prozent) gefolgt von Banken (41 Prozent) sowie E-Mail- und anderen Service-Anbietern (33 Prozent).

Bei der Kommunikation müssen aber immer auch die Besonderheiten spezieller Kundengruppen beachtet werden. Für ein besonders kritisches Risiko bei Cyber-Attacken auf Unternehmen halten 85 Prozent der Windows-Nutzer Datendiebstahl und 66 Prozent der Telekom-Kunden den Ausfall der Infrastruktur. 36 Prozent der Direktbankkunden würden infolge von Cyber-Attacken eher das Unternehmen bzw. die Marke wechseln. 31 Prozent der Facebook-Nutzer wünschen sich mehr Informationen zu Cyber-Attacken von sozialen Netzwerken.

Die gesamte Studie kann online heruntergeladen werden: Zur Studie.

 

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